Ein Leben für einen Traum

Das Geburtsjahr von Peter Joseph Lenné ist leicht zu merken - ein politischer Paukenschlag für Europa: 1789 - Beginn der Französischen Revolution. Hineingeboren in eine Dynastie von Hofgärtnern setzt Lenné diese Linie fort, studiert Gartenkunst und Gartenkultur in Paris, in der Schweiz, in München und Wien. Dort wird er auch Hofgärtner. Er erlebt den Abschluss des Wiener Kongresses und er erhält den Titel eines "Kaiserlichen Garten-Ingenieurs".
1816, gerade einmal 26 Jahre alt, wird er von König Friedrich Wilhelm III. an den preußischen Hof berufen. Seine Arbeiten in Potsdam überzeugen den König so sehr, dass der gebürtige Rheinländer in Preußen eine Blitzkarriere macht - vom Gehilfen zum Gartendirektor! Den Grundstein dafür legte sicherlich der Auftrag des preußischen Staatskanzlers Fürst von Hardenberg, die Gärten des Landgutes Glienicke neu anzulegen.
Viele andere folgen: Sanssouci, Pfaueninsel, Friedrichsfelde... Aber auch in anderen Preußischen Territorien wie in Aachen, Koblenz, Königsberg, Magdeburg, Putbus hinterlässt Peter Joseph Lenné seine Spuren. Europäischen Ruf erlangt er durch die Umgestaltung des Tiergartens in Anlehnung an den englischen Gartenstil.
All dies führt dazu, dass Lenné höchste Anerkennung bei König Friedrich Wilhelm III. genießt, mit dem er fast täglich über die Verschönerung der Potsdam-Berliner Havellandschaft diskutiert. Der Regent ist ihm so zugetan, dass Lenné sich die Bemerkung erlauben kann: "Majestät begreifen nicht das Geniale meiner Ideen!"
Lenné stirbt - hochangesehen als bedeutendster deutscher Landschaftsarchitekt des 19. Jahrhunderts - 1866 in Potsdam in dem Jahr, in dem Alfred Nobel das Dynamit erfindet.

Die Insel Potsdam

Schon im 17. Jahrhundert wollte der Große Kurfürst „das gantze Eylandt“ um Potsdam in ein Paradies verwandeln. Johann Moritz von Nassau hat in dieser Zeit einen wesentlichen Anteil an der Herausbildung der Potsdamer Kulturlandschaft geleistet, in der die Schlösser und Gärten Caputh, Bornim und Glienicke entstanden.
Mit Machtantritt Friedrich des Großen und der Anlage von Schloss und Park Sanssouci begann ein neuer Entwicklungsabschnitt. Unter Friedrich Wilhelm II. entstand der Neue Garten im Osten von Potsdam. Mit Lenné und dessen königlichem Auftrag, „das herrlichste und grandioseste, meilengroße, lebende Landschaftsgemälde“ (Carl Ludwig Heaberlin) zu gestalten, wurde der Traum von der durchgestalteten Paradiesinsel schließlich Wirklichkeit.
180 Quadratkilometer umfasste das von den Havelseen umgebene Gelände. Wein- und später Obstanbau bestimmte die landwirtschaftliche Produktion in der Region. Lenné war bis zu seinem Tod 1866 mit seinem Opus magnum beschäftigt, u.a. mit der Überarbeitung des Neuen Gartens, der teilweisen Umgestaltung von Park Sanssouci, der Pfaueninsel, dem Schlossparks von Glienicke, Babelsberg und Sacrow, der Pfingstberganlage, dem Park Lindstedt und dem Wildpark.

LENNÉ UND ZEITGENOSSEN

Studierende im dritten Semester der Beuth Hochschule für Technik Berlin haben verschiedene Aspekte des Lebens und Schaffens von Peter Joseph Lenné in fünf Plakaten aufbereitet:



  • Lenné und seine Zeitgenossen
  • Gartenkunst im Spannungsfeld von Feudalismus und modernem Bürgertum
  • Lenné und seine Projekte für Adel und Könighaus
  • Lenné und seine Projekte für öffentliche und private Auftraggeberw
  • Namen und Leiter der Gartenlehranstalt

 

Download Plakate und Flyer im PDF-Format
(Quelle & Copyright: Beuth Hochschule für Technik Berlin)

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