Park Glienicke

Pleasureground mit Havelblick

Gegenüber dem Park Babelsberg liegt auf heutigem Berliner Gebiet der Park Glienicke. 1814 erwirbt der spätere Staatskanzler Fürst von Hardenberg das Anwesen mit dem Landgut und lässt den terrassenartig zur Havel hin abfallenden Garten ab 1816 durch Peter Joseph Lenné umgestalten. Nach Lennés Plänen wird das Wohnhaus in ein lebhaft bewegtes Gelände eingebettet, das landschaftlich bepflanzt und nach englischen Vorbildern als sogenannter “Pleasureground” gestaltet wird. Dieser Bereich mit einer Fläche von ca. vier Hektar umfasst drei Hügel, die von Lenné so angeordnet werden, dass sich zwischen ihnen ein Wiesengrund bis zur Havel erstreckt. 1824 kauft Prinz Carl von Preußen das Anwesen und verändert es tiefgreifend. Nach Schinkels Entwürfen wird in Glienicke „antik gebaut“: Schloss, Casino, die Große und die Kleine Neugierde entstehen, klar gegliedert und ausgewogen proportioniert, jene „heiter-festliche Würde“ ausstrahlend, die schon Goethe und Winckelmann bei antiken Bauten bewunderten. Der Park wird ab 1840 beträchtlich erweitert und fügt sich mit den von Lenné geschaffenen Sichtbeziehungen harmonisch in die Potsdamer Kulturlandschaft ein.

Weitere Informationen finden Sie in der Lenné-App, die seit Januar 2016 im App Store und im Google Play Store zum freien Download zur Verfügung steht.

Film "Glienicke, mein Augapfel"

Ein Film von Adam Zibell im Auftag vom Regionalmanagement Berlin SÜDWEST in Kooperation mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG), dem Babelsberger Filmgymnasium, dem rbb und dem Kulturmanagement-Berlin.

Zum Film "Glienicke, mein Augapfel"

Quelle: SPSG Channel @ www.youtube.com

Scherenschnitte Park Glienicke

Pleasureground mit Havelblick

Der Berliner Künstler Alexej Feser hat zwölf Ansichten des Parks Glienicke als Scherenschnitte angefertigt. Das Set mit 13 Postkarten kostet 12 Euro und ist erhältlich bei Kulturmanagement-Berlin.

Streiflichter aus dem Park Glienicke

Lenné in Berlin

Luisenstädtischer Kanal heute

 

  • Pleasureground und Landschaftspark Glienicke / Königstraße 36
  • Park Jagdschloss Glienicke / Königstraße 36 b
  • Böttcherberg / Am Böttcherberg
  • Pfaueninsel / Bezirk Wannsee
  • Gartenanlage Schloss Friedrichsfelde / Am Tierpark 125
  • Tiergarten / Str. des 17. Juni
  • Zoologischer Garten / Hardenbergplatz 8
  • Lustgarten / Am Lustgarten
  • Schlosspark Schönhausen / Tschaikowskistraße 1
  • Schloss Charlottenburg / Spandauer Damm 20-24

 

  • Bebauungen: unter anderem Schöneberger Feldmark, Köpenicker Feld, Pulvermühlengelände, Schlächterwiesen (Urban), Feldmarken Charlottenburg, Feldmark Lützow
  • Straßenzüge: von der Gneisenau- und Yorckstraße über Dennewitzplatz, Nollendorfplatz, Kleiststraße und Wittenbergplatz bis Zoologischer Garten
  • Grünanlagen & Plätze: unter anderem Belle-Alliance-Platz (heute Mehringplatz), Lustgarten, Leipziger Platz, Luisenplatz am Neuen Tor, Opernplatz (heute Bebelplatz), Hausvogteiplatz, Schlossplatz an der Kurfürstenbrücke, Mariannenplatz (am Krankenhaus Bethanien), Gelände der Charité, Wilhelmsplatz
  • Wasserstraßenanlagen: Landwehrkanal, Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal, Luisenstädtischer Kanal

Der Potsdamer Pfingstberg: Das Gartenreich der Sichtachsen

Laubenvorhof

Die Bauwerke auf dem Pfingstberg – das Belvedere und Karl Friedrich Schinkels Pomonatempel – sowie die umliegende Parkanlage ergänzen einander. Peter Joseph Lenné schuf auf dem Pfingstberg eine romantische Gartenanlage. Ziel seiner Arbeit: die unvollendet gebliebenen Architekturträume in eine Parkanlage zu betten und diese mit dem Neuen Garten zu verbinden.

Das Besondere sind vor allem die geschaffenen Sichtachsen aus dem dichten Baumbestand heraus: Sie geben Blicke frei hin zur Pfaueninsel, zum Casino und Schloss Glienicke, Schloss Babelsberg und zum Flatowturm sowie zur früheren Heilig-Geist-Kirche, zur Nikolaikirche und in die Potsdamer Innenstadt. In den Landschaftsgärten nach englischem Vorbild erscheinen diese Sichtachsen wie zufällig, da die Wege geschwungen sind. Man kann sie deshalb auch leicht übersehen. Diese freigehaltenen Schneisen sind meist nicht begehbar, sondern dienen hier dem Lenken des Blickes auf entfernte Bauwerke und andere Strukturelemente wie Skulpturen oder prägende Landschaften. Sichtachsen lassen den Garten auch größer erscheinen, als er in Wirklichkeit ist.

Das Ensemble auf dem Pfingstberg gehört zur Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) und wird vom Förderverein Pfingstberg e.V. betrieben. Aktuelle Veranstaltungen & Führungen unter www.pfingstberg.de

Download Info-Flyer Pfingstberg im PDF-Format

Pfingstberg-Lenne.pdf (242,7 KiB)

Durch die BUGA restaurierte Lenné-Parks

Schweriner Schloss und Park
Schlosspark Schwerin

Das imposante Schloss gilt als „Neuschwanstein des Nordens“. Der dazugehörige Park wurde neben barocken Teilen ab 1850 von Peter-Joseph Lenné geprägt. Sein Meisterwerk ist der Burggarten mit der filigranen Gusseisen-Orangerie: Durchgänge, Treppen, Brücken, Terrassen und intime Gartenhöfe bilden ein einzigartiges Raumgefüge. Dank der BUGA 2009 konnte das marode Kleinod originalgetreu restauriert werden. Und Lennés Handschrift mit geschwungenen Wegen und Baumgruppen prägt wieder den Englischen Park-Teil.

Schlosspark Koblenz

Jahrzehntelang war der prachtvolle Lenné-Garten, einst für Kaiserin Augusta zwischen Schloss und Rhein angelegt, in einem grünen Dickicht verschwunden. Zur BUGA Koblenz 2011 wurde der verborgene Schatz nach historischen Grundstrukturen neu gestaltet, ein modernes Echo royaler Pracht. Die Wiederbelebung des Schloss-Areals und öffentliche Nutzbarkeit des Lenné-Kleinods begeistert auch nach der BUGA die Bürger. Ebenso wie die restaurierten Rhein-Promenaden, die auf Lenné-Pläne zurückgehen und nun wieder eine beliebte Flanier-Meile sind.

BUGA-Gelände Magdeburg

Eine wechselhafte Geschichte hat die einstige Elbaue hinter sich. Sie war ein Gelände für Sport, Erholung, Militär, später Mülldeponie. 1999 holte die BUGA die triste Brache aus dem Dornröschenschlaf. Das gigantische Konversionsprojekt wertete den Cracauer Anger als Grünzug und großes Stadtentwicklungsprojekt enorm auf. Es verbindet nun Wohn- und Erholungsgebiete auf beiden Seiten der Elbe. Und schließt wieder nahtlos an den Herrenkrugpark an. Das idyllische grüne Juwel gehört zu den ersten Volksparks, die Lenné entwarf.

Lennésche Feldflur

Bei Potsdam denkt jeder sofort an Sanssouci. Doch Peter Joseph Lenné gestaltete nicht nur fürstliche Parks. Sein Bestreben – und das seines Königs - war, die gesamte Havellandschaft zu verschönern. Also auch landwirtschaftliche Flächen, Wiesen und Felder. So entstand die Lennésche Feldflur, zwischen Bornim und Bornstedt. In typisch Lennéscher malerischer Manier, mit Alleen, Hecken und Baumgalerien. Der vernachlässigte Reiz dieser gestalteten Agrarflächen wurde durch die BUGA Potsdam 2001 wieder in den Focus gerückt.

Impressionen aus dem Park Charlottenburg

Der Schlosspark Schwerin in Bildern

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